Heute ist mein erster richtiger Tag. Mein Wecker klingelt um 7 Uhr und zu dem Zeitpunkt stehe ich auch auf.
Als Erstes gehe ich in die Küche und stecke Toast in den Toaster.
Als nächstes gehe ich zurück ins Schlafzimmer und ziehe mich um, die frische Kleidung dafür habe ich mir gestern bereits bereitgelegt.
Danach gehe ich ins Bad und mach mich frisch, das heißt Gesicht waschen und Haare kämmen.
Nun gehe ich in die Küche und belege den fertigen Toast mit Wurst und esse es, außerdem trinke ich noch etwas Apfelsaft.
Um 7:50 Uhr ziehe ich Schuhe und Jacke an und verlasse meine Wohnung.
Dort treffe ich auf Jakob, der auch gerade seine Wohnung verlässt.
Er trägt heute ein blaues T-Shirt, eine blaue Jeans und seine blauen Turnschuhe.
Jakob begrüßt mich und sagt: “Heute müssen wir als Erstes in den Innovation Tower, um dort unseren neuen Auftrag zu erhalten. Ich zeige dir, wo wir hin müssen.”
Danach gehen wir los. Wir verlassen zuerst das Wohngebäude durch die hintere Tür, betreten kurz darauf den Innovation Tower und dort führt Jakob mich zum Konferenzraum 7 im Erdgeschoss.
Dieser ist genauso aufgebaut wie der, in dem ich mein Vorstellungsgespräch hatte.
In diesem Raum warten schon ein paar andere, die wahrscheinlich auch zur Entwicklungsabteilung gehören und sitzen am großen Konferenztisch.
Am Ende des Tisches sitzt Herr Hofmann.
Wir setzen uns dazu und unterhalten uns mit zwei anderen, die dort sitzen.
Jakob stellt sie mir als Ben Kaufmann und Verena Bürger vor.
Ben hat blonde, kurze Haare und braune Augen sowie breite Schultern.
Verena hat lange braune Haare, die sie in einem Pony und einem Pferdeschwanz trägt, sowie blaue Augen.
Beide tragen die Automated-Innovation-Uniform und schwarze Schuhe. Sie erzählen mir, dass sie zu dem Team gehören, das Ausrüstung entwickelt und von ein paar ihrer vorherigen Projekten, wie einem Neuansatz am PDA oder dem Handprobenbohrer.
Währenddessen füllt sich der Raum und als der letzte freie Platz besetzt ist, steht Herr Hofmann auf und sagt: "Nun, da alle da sind, werde ich die neuen Projekte verteilen. Ausrüstungsteam, ihr bekommt den Auftrag, ein Gerüst zu entwickeln, auf dem Ausrüstungsgegenstände montiert werden können, das am Unterarm getragen werden kann. Wo möglich in einer nutzbaren Position, ansonsten in einer Transportposition, sowie die Entwicklung einer Möglichkeit, bereits entwickelte Ausrüstung an dem Gerüst zu montieren. Ihr könnt jetzt in einen anderen Besprechungsraum gehen und euch beraten.”
Daraufhin gehen Ben, Verena und zwei andere, die mir noch nicht vorgestellt wurden, weil sie sich vorhin mit anderen unterhalten haben, aus dem Raum heraus.
Danach fährt Herr Hofmann fort mit: “Vom Robotikteam werden Herr Müller und Herr Meyer, eine größere Version der Schildkrötenroboter entwickeln. Hierbei geht es nur ums Hochskalieren und zwar auf doppelte Größe. Ich halte das für eine gute Aufgabe zum Einarbeiten des neuen Teammitglieds. Ihr dürft auch gehen.”
Daraufhin gehen wir aus dem Raum heraus und suchen uns einen neuen, kleineren Besprechungsraum, um uns zu beraten.
Wir werden bei Raum 11 im ersten Obergeschoss fündig.
In diesen Setzen wir uns schräg gegenüber voneinander und Jakob fragt: ”Ich nehme an, du weißt, was ein Schildkrötenroboter ist?”
Das beantworte ich mit: “Ja, ich habe für meine Modelle auch schon einmal einen herunterskaliert.".
Denn natürlich wusste ich, dass Schildkrötenreinigungsroboter Roboter sind, die aus einem hohlen Kasten bestehen, der 0,5 * 0,25 * 0,15 Meter misst, welcher an der Vordereseite, einer der kleinen Seiten, offen ist und als Rückseite ein feinmaschiges Netz hat, durch das nur Wasser und Luft kommen.
In ihrem Dach, wenn man es so nennen will, befindet sich ein flacher Akku und darauf befindet sich als “Dach” ein Solarpanel.
An den Seiten, kurz hinter bzw. vor den Kanten, befinden sich Ruderarme, an deren Enden sich schildkrötenflossenartige Paddel befinden.
Diese werden von je einem Motor betrieben, welcher seinen Strom vom Akku und dem Solarpanel bezieht.
Außerdem sind die Roboter mit GPS-Sendern und anderen Messgeräten ausgestattet, damit sie überwacht werden können.
Die Aufgabe der Roboter ist es, in bestimmten Sektoren von Meeren und Ozeanen oder in Seen umherzuswimmen und dort so viel Müll wie möglich einzusammeln und ihn an bestimmten Entladestationen abzuliefern.
Diese sortieren den Müll dann nach Materialien und geben ihn dann entweder in Container oder direkt über Förderbänder an Verwertungsanlagen, die den Müll dann zu Granulat verarbeiten, damit das Material wiederverwertet werden kann. Eine Ausnahme besteht für verarbeitete Materialien, welche manuell voneinander getrennt werden müssen. Diese werden gesondert aussortiert und gehen an ein Team von Personen, die dafür ausgebildet wurden.
Darauf antwortet Jakob: “Gut, dann hast du ja schon Erfahrung. Denn im Prinzip müssen wir ja nur alles hochskalieren. Dann können wir ja schon wieder los. Lass uns in mein Büro gehen.”
Also machten wir uns auf den Weg in Jakobs Büro.
Sein Büro war das links von meinem und bevor wir eintreten, hole ich auf Jakobs Anweisung noch meinen Bürostuhl aus meinem Büro.
Dann betreten wir sein Büro und fangen an.
Wir fangen als Erstes mit den Berechnungen für die neuen Maße an.
Das schwierigste daran ist die Masse an Maßen, aber wir müssen ja nur alles verdoppeln. Als nächstes ist die Berechnung dafür dran, ob die Motorleistung der in den normal großen Schildkrötenrobotern verwendeten Motoren auch für die doppelte Größe ausreicht.
Nach ein paar Berechnungen stellen wir fest, dass genug Extraleistung vorhanden ist, um auch die doppelte Größe zu betreiben. Das Einzige, was passieren könnte, ist eine Verminderung der Geschwindigkeit und potentiell auch der Akkuleistung, aber ob das ein Problem sein wird, müssen wir mit Herrn Hofmann besprechen, weil er mehr Details über den Auftrag hat, welche er uns noch nicht gegeben hat.
Aber mit den Berechnungen haben wir schon den gesamten Arbeitstag verbraucht, was hauptsächlich daran lag, dass die Arbeit langwierig und umfangreich war, aber nicht daran, dass sie schwer war.
Weil der Arbeitstag abgeschlossen ist, verlassen wir Jakobs Büro und verlassen auch das Innovation Center.
Danach begeben wir uns zum Wohn- und Erholungsbereich des Komplexes. Jakob fragt noch: ”Willst du noch mit mir ein bisschen in die Spielhalle gehen?”
Ich antworte:“Nein, danke.”
Ich gehe stattdessen in meine Wohnung und mache mir etwas zu essen.
Heute gibt es Hühnersuppe.
Nach dem Essen schau ich mir eine Reihe von Dokus über verschiedene Themen an, bevor ich mir um 21 Uhr die Zähne putze und mich ins Bett lege.


